Baufinanzierung im Ausland – Was gibt es zu beachten?

Baufinanzierung im Ausland – Was gibt es zu beachten?

23-04-2020

Eine Immobilie im Ausland ist auf zweierlei Arten interessant, da sie sowohl Feriendomizil als auch primärer Wohnsitz sein kann. In erster Linie müssen sich Bauherren dabei Gedanken um die Finanzierung machen. Nur in den seltensten Fällen steht genügend Eigenkapital bereit, um den Erwerb oder den Bau einer Auslandsimmobilie aus eigener Kraft zu stemmen. Grundsätzlich offerieren die deutschen Banken einige Möglichkeiten im Bereich der Baufinanzierung, auch wenn das Prozedere häufig in Verbindung mit einigen Hürden steht. Neben den klassischen Geldhäusern können Verbraucher auch auf eine Auslandsfinanzierung oder andere Finanzierungsstrategien zurückgreifen.

Baufinanzierung für das Ausland kann einfach sein!

Im Rahmen einer Baufinanzierung vergeben deutsche Banken oder ausländische Kreditinstitute am Standort der Immobilie ein Darlehen. Die jeweiligen Geldhäuser haben zwar die nötige Expertise über den hiesigen Markt, dennoch kann sich eine Baufinanzierung für eine Auslandsimmobilie als äußerst schwieriges Unterfangen herausstellen. Da die hiesigen Banken bei der Kreditvergabe größtmögliche Sicherheit präferieren, plädieren sie bei einer ausländischen Immobilie auf strikte Rahmenbedingungen, die im Gegensatz zur inländischen Baufinanzierung nochmal deutlich strenger ausfallen können.

Wer sich solch eine Tortur ersparen möchte, kann auf Alternativen zurückgreifen, die auf eine unkomplizierte Abwicklung setzen und den etablierten Finanzinstituten in der Branche Konkurrenz machen. Als geeignete Alternative empfiehlt sich hier MOYA Baufinanzierungen. Das Produkt vom Branchenvertreter Kredit.de ermöglicht Verbrauchern eine Baufinanzierungslösung, die auch bei Immobilien im Ausland reibungslos funktioniert.

Baufinanzierung bei deutschen Banken

Warum legen die deutschen Banken einer Baufinanzierung für das Ausland Stolpersteine in den Weg? Um diese Frage zu beantworten, muss die Situation der Geldhäuser näher beäugt werden. Gleichwohl viele der etablierten Branchenvertreter Auslagerungen an verschiedenen Standorten haben, ist eine Kreditgenehmigung für ausländische Immobilien mit einem erhöhten Risiko verbunden, das sich deutlich von der inländischen Kreditvergabe abhebt. Um ein hohes Maß an Sicherheit zu generieren, fordern die Banken daher das eigene Haus oder die Wohnung als eingesetzten Gegenwert. Durch diesen Umstand sind Verbraucher dazu gezwungen, einen hohen Eigenwert in die Baufinanzierung zu involvieren

Darüber hinaus ist die gesetzliche Lage ein bestimmendes Thema. Selbst bei einer inländischen Abwicklung der Baufinanzierung gilt das Recht des jeweiligen Landes. Aus diesem Grund geben deutsche Banken vorzugsweise Kredite für bestimmte Staaten heraus. Dazu gehören Belgien, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Türkei, Spanien, Schweiz, Schweden, Österreich, Portugal, Niederlande, Luxemburg und Italien. Die Auswahl der Nationen gehört mehrheitlich zur Europäischen Union oder deckt sich mit der Rechtsgrundlage des Staatenbunds.

Risiken der Auslandsfinanzierung

Wie so oft im Leben sind richtungsweisende Entscheidungen nicht frei von Risiken. Eine Baufinanzierung für eine ausländische Immobilie bildet da keine Ausnahme. Das trifft besonders dann zu, wenn sich Verbraucher für eine Auslandsfinanzierung entscheiden. Allen voran muss sich vor Augen geführt werden, dass eine Finanzierung über das Ausland in der Regel erheblich teurer ist, da die Darlehenszinsen zum Teil deutlich über dem deutschen Niveau liegen.

Sollte das Traumhaus nicht im europäischen Raum liegen, warten weitere Risikoherde. Hier kommt besonders das Fremdwährungsrisiko zum Tragen, da der aufgenommene Kredit gewissen Wertschwankungen unterliegt. Je nach Entwicklung der Wechselkurse kann eine Finanzierung um ein Vielfaches teurer werden. Auf der anderen Seite kann sich die Wertentwicklung aber auch äußerst positiv auf die Auslandsfinanzierung niederschlagen und die Immobilie zu einem Schnäppchen machen. Um das Fremdwährungsrisiko auszumerzen, sollte sich über Fremdwährungsbonds abgesichert werden.


Verständigungsprobleme

Eine weitere Gefahrenquelle im Rahmen einer Auslandsfinanzierung sind Verständigungsprobleme, die unweigerlich den Traum von einer ausländischen Immobilie erschweren werden. Sprachbarrieren sind in vielerlei Hinsicht problematisch, da sie in diversen Szenarien auftreten können. So kann ein Verständigungsproblem während Gesprächen oder Verhandlungen über die Immobilie fatale Folgen haben, da die eigenen Vorstellungen und Wünsche nicht vernünftig vermitteln werden können. Noch schlimmer kann es bei den Unterredungen mit der ausländischen Bank werden. Um ein Horrorszenario zu vermeiden, sollte unbedingt ein Dolmetscher für die Gespräche zurate gezogen werden.

Vorsichtsmaßnahmen bei einer Auslandsfinanzierung

Selbst wenn alle nötigen Vorkehrungen getroffen wurden, um eine reibungslose Auslandsfinanzierung zu gewährleisten, sollten weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Schließlich ist eine Baufinanzierung für eine ausländische Immobilie keine kurzfristige Angelegenheit. Sämtliche Vertragsunterlagen, die Auskunft über den Immobilienerwerb geben, und weitere relevanten Dokumente sollten vor der Unterschriftsleistung von einem seriösen Notar oder Anwalt überprüft werden.

Neben dem bürokratischen Aspekt sollte auch die Besichtigung der Immobilie nicht ohne externe Expertise vonstattengehen. Ein ortsansässiger und unabhängiger Gutachter sollte den Zustand und den Wert des Gebäudes in Augenschein nehmen. In Folge dessen wird eine objektive Beurteilung ausgesprochen, auf dessen Grundlage weitere Maßnahmen in die Wege geleitet werden.


Der Traum vom Ferienhaus kommt nicht ohne entsprechende Finanzierung aus. Bildquelle: paulbr75 / Pixabay


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